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„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne“mylogo

(Jean Paul)

Günther Krupkat

Günther Krupkat, 1905 in Berlin geboren, war ein beliebter Science-Fiction-Autor der DDR. Nach dem Gymnasium begann er ein Ingenieurstudium und schrieb als Neunzehnjähriger, angeregt durch Alexej Tolstois „Aelita“. den utopischen Roman „Od“. Wegen der darin geäußerten „linken“ Gesellschaftskritik fand er jedoch dafür keinen Verleger.

In der Folgezeit musste Günther Krupkat aus Geldmangel sein Studium aufgeben und arbeitete als Fabrikarbeiter, Filmdramaturg, Geschäftsreisender, Elektromonteur, Reklametexter und Laborant. In den Jahren 1929-1933 konnte er eigene Kurzgeschichten veröffentlichen. Nach 1933 beteiligte er sich am antifaschistischen Widerstand und musste deshalb in die Tschechoslowakei flüchten.

Ab 1955 lebte Günther Krupkat als freiberuflicher Schriftsteller in Berlin. Er verfasste die nicht zum SF-Genre gehörenden Romane „Das Schiff der Verlorenen“ (1957, über die Titanic-Katastrophe) und „Das Gesicht“ (1958) sowie mehrere Fernseh- und Schauspiele. Von 1972 bis 1978 war er Vorsitzender des Arbeitskreises für Utopische Literatur beim Schriftstellerverband der DDR und außerdem Mitglied des Europa-Komitees für SF.

Der Roman „Nabou“ gilt als „eins der besten Beispiele für Science-fiction aus der DDR“. (Franz Rottensteiner in „Survey of Science Fiction Literature”, Bd. 3, Englewood Cliffs 1979)

Günther Krupkat verstarb 1990 in Berlin.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • 1956: Gefangene des ewigen Kreises
  • 1956: Die Unsichtbaren
  • 1957: Kobalt 60
  • 1957: Nordlicht über Palmen
  • 1960: Die große Grenze
  • 1963: Als die Götter starben
  • 1968: Nabou
  • 1975: Der Mann vom Anti

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel, S. 182 – 185

Bild des Autors Günther Krupkat - Zeichnung nach Bild in [1], S. 182

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